Liegestütze – Push Ups mit 50 | 50plus: Muskelaufbau statt Muskelabbau

Liegestütze – Push Ups mit 50 | 50plus: Muskelaufbau statt Muskelabbau

22. Dezember 2018 Aus Von Anja Brasche

Wir schreiben die Generation 50 | 50plus | 50+ | Ü50. Der Lauf der Zeit bringt körperliche Veränderungen mit sich – denn Kraft und Beweglichkeit lassen nach. Es ist aber eher ein schleichender Prozess, der irgendwann und unbemerkt seinen Anfang findet. Und eh man sich versieht ist sie da: Die Erkenntnis über bestimmte, nicht mehr vorhandene Fähigkeiten.

Bizeps und Trizeps – Regelmäßiges Krafttraining wirkt gegen Altersschwäche  

Die Verzweigungen an meinen Schultern. Da liegt der Hase im Pfeffer. Es geht um zwei- und dreiköpfige Strecker und Beuger – Bizeps und Trizeps. Enorm wichtige Bestandteile meines Körpers. Bei Vernachlässigung wirkt die Erdanziehungskraft. Und das sieht wirklich unschön aus. Wenn ich winke mache ich einem Wackelpudding Konkurrenz.

In bin durchaus gewillt, Kraft meines Körpers, mit sportlichen Übungen alles wieder ins rechte Lot zu bringen. Eigengewichtsübungen, auch Liegestützen oder Push Ups genannt. Sie sollen Abhilfe schaffen.

Als Erste-Hilfe-Maßnahme lege ich meine blaugeriffelte und extradicke Gymmatte aus. Ich bin vorsichtig. Dann begebe ich mich in Ausgangsstellung: auf die Knie. Meine Hände stützen mich etwa schulterbreit vor dem Körper ab, auf Höhe der Brust. Das kann bei jeder Frau unterschiedlich ausfallen. Meine Beine sind galant nach hinten ausgestreckt und die Füße bringe ich ballettverdächtig auf die Zehenspitzen. Und nun – SPANNUNG. Ich meine hier die innere Kraft meines Körpers, die nun gegen die Einwirkung meiner Ausgangsposition wirken muss. Aber ich muss zugeben, eine gewisse gespannte Neugier ist auch mit an Bord.

Wenn die Kräfte schwinden

Ich bin gespannt wie ein Flitzebogen – mit der bananenartigen Wölbung nach unten. Macht nichts, das wird schon! Jetzt atme ich ein und zwinge meinen Körper Richtung Matte. Erwartungsgemäß lässt er mich nicht im Stich. Ein Lächeln umspielt meine Mundwinkel, wobei die Intensität meiner Gemütsstimmung einen Freudenschrei noch grad so unterdrücken kann.

Dann startet der Befehl ans motorische Nervensystem: Körper nach oben drücken! Ich warte. Und warte. Ich bin geduldig, meine Kinder hören ja auch nicht beim ersten Mal. Während ich da so warte, wird die Banane krummer und krummer. Ich glaube gar nicht mal, dass das Gehirn der Störenfried ist. Die Muskulatur will mir eins Auswischen. Führt die Befehle der motorischen Nerven einfach nicht aus. Ich suche Schuldige und werde fündig: Der elektrische Antrieb des Rasenmähers, die Waschmaschine, der elektrische Mixer, die elektrische Heckenschere, die elektrische Zahnbürste, die elektrische…. und viele andere mehr. Meine Muskeln fühlen sich missachtet und nun ist sie da: die Quittung an die reife Generation.

Kraft trainieren statt verlieren

Die Gymmatte kommt zum Einsatz, die Erste-Hilfe-Maßnahme greift. Die Banane klatscht – auf. Die Spannung ist gewichen, obwohl das Ganze schon ziemlich gruselig ist. Aber ich werde mich nicht beugen, werde kämpfen. Meine Muskulatur bauchpinseln, mit und an ihr arbeiten.

Bananen gehören ab sofort in den Obstkorb.